Härteste Etappe durch das Atlas Gebirge

16.01.2018

 

Heute haben wir einen der strengsten Tage vor uns. Nicht nur, weil wir 706 km fahren müssen, sondern auch weil das Terrain durch das Atlas Gebirge sehr anspruchsvoll ist.
Pünktlich um 07:00 haben wir uns dem Rennteam angeschlossen und sehr schnell zu spüren bekommen, wie anspruchsvoll die Etappe ist. Fast im Schritttempo kämpfen wir uns durch die schmalen Strassen, die den Weg nur erahnen lassen, hoch in das Gebirge. Unser Pajero kämpft sich tapfer über die grossen Steine.

 

Nur der Dachkorb streikt langsam. Die Halterungen haben sich bereits verbogen und der Korb rutscht uns fast auf der Motorhaube. Tja und weil es so schön ist, laufen uns doch gleich noch die Diesel Reservekanister auf dem Dach aus. Besonders angenehme Fahrt, wenn das Benzin am ganzen Auto herunterläuft und herrlich nach Diesel duftet. ;-)

Alles festgezogen und weiter geht’s... 

 

 

Es wird immer kälter und auch der Schnee wird nicht weniger. Fast wie in der Schweiz gerade :-)
Wir kämpfen uns noch ein Stück vorwärts und plötzlich STOP! Es bildet sich ein Stau von unseren Kollegen. Kein Durchkommen und kein zurück.
Vor der Kolonne versperrt ein verschneiter Weg die Fahrt. Alle halten zusammen, schnappen sich ihren Spaten und versuchen den Weg freizuschaufeln. Wir fragen uns, wie wir den Weg ohne den Hang abzustürzen am Besten befahren.
Dann wird es spannend, denn nach und nach versuchen sich die Autos durchzuwühlen.
Selbst die grossen Monster haben Schwierigkeiten und müssen sich mit der Seilwinde wieder auf die Spur ziehen. Teilweise eine knappe Angelegenheit...
 

Jetzt sind wir an der Reihe und lassen unserem Kollegenteam Desert Pilots den Vortritt, um sie notfalls mit unserer Seilwinde zu retten. Sie geben alles, die Räder drehen durch, der Schnee ist zu hoch und sie bleiben tatsächlich stecken. Nun kommt unsere Revanche, nachdem sie uns auch schon einmal wegen leerem Tank abschleppen mussten. ;-)
Die Seilwinde ist montiert und unser Pajero kämpft, um seinen Kollegen aus den Schneemassen herauszuziehen. Nach ein paar Anläufen...die Rettung!  

 

 

Beim zweiten Anlauf wühlt sich unser Kollegen Team dann erfolgreich durch den Schnee.
Jetzt sind wir an der Reihe...alle Differenziale eingeschaltet, Anlauf genommen, Kamera und GoPro parat und....wie ein Traktor gräbt sich der Pajero problemlos durch den Schnee. Eine Maschine!
Puh...geschafft! 

Schlimmer kann es nicht werden, dachten wir...
Wir fahren weiter durch das Gebirge, vorbei an einsamen Bergbewohnern und erreichen plötzlich das Ende einer Strasse. Die Strasse ist durch das Wasser komplett weggebrochen und neben uns geht ein Flussbett lang.
Wir haben keine Wahl...also ab runter in das Flussbett.  

 

 

Das Abenteuer geht weiter...über Steine und durch Wasser. 

 

 

 

 

Nach einer streckenmässig eigentlich kurzen, aber langen und anstrengenden Etappe erreichen wir wieder ein paar Dörfer und erkennbare Strassen. Die Kinder freuen sich, winken uns zu und wünschen uns Glück. 

 

 

 

 

Wir fahren wieder auf geteerter Strasse und geben Gas, um nicht erst um Mitternacht unser Camp zu erreichen. Nach diesem aufregenden Tag freuen wir uns auf das Abendbier mit den anderen Teilnehmern. 

 

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