22.01. - 24.01. 2018 Die Savanne von Senegal

28.01.2018

 

Nach 3 Tagen Mauretanien führt uns unsere heutige Etappe von Boutilimit nach Saint Louis, Senegal. Ehrlich gesagt sind wir auch froh, dass wir das Land ohne Komplikationen durchquert haben. Der Start des letzten Tages passt zu all unseren Landeseindrücken, denn nach einem leckeren Frühstück haben wir unsere Route aufgenommen und müssen uns zuerst den Weg durch eine riesige Müllkippe erahnen. Vorbei an toten Tieren, Plastiktüten und Ziegen, die nach Essbarem suchen. 

 

Mauretanien besteht aus sehr wenigen, kleinen Dörfern und hauptsächlich Wüste. Es ist ein sehr armes Land und selbst die grösseren Städte haben nicht viel zu bieten. Dennoch haben wir uns nie unsicher gefühlt, denn die Menschen sind freundlich und die Polizei ist zahlreich vertreten. Bei Kontrollen freuen sie sich immer über ein kleines Präsent.
Amüsant war es auch...vor allem die einfallsreichen Transportvarianten. Schonmal ein Kamel im Kofferraum gesehen?? :-)) 

Unser Pajero macht nach wie vor keine Probleme...er hat lediglich eine Schraube locker, denn der anspruchsvolle Wüstenteil hat ihn etwas gefordert. Bei der Achsenstabilisierung hat sich eine Schraube gelöst, sodass die Halterung nun vor sich her klappert. Reparieren? Nö, ist ja keine wichtige Halterung und gemäss einem Mechaniker nur Luxus :-) 

Wir verlassen die Sahara und fahren eine sandige Offroad Strecke Richtung Rosso an den Senegal Fluss. Die Vegetation verändert sich bereits, die Wüste schwindet und es wird grüner. Der Grenzübergang in Rosso ist extrem mühsam, teuer und nicht zu empfehlen, weil man die Fähre nehmen muss. Also fahren wir einen 100 km Umweg direkt am Senegal Fluss nach Diama. Dass der Weg weniger mühsam ist, bezweifeln wir, denn die Strasse ist eine Katastrophe. 

 

 

 

 

Der Grenzübergang führt in einen Nationalpark und wir freuen uns nicht nur darauf, sondern auch auf ein schönes gekühltes Bier, denn in Mauretanien gibt es im ganzen Land kein Alkohol zu kaufen. Vielleicht muss man aber auch nur wissen wer ihn illegal verkauft ;-) 


Wir geben also Gas, um möglichst schnell in die Stadt Saint Louis zu kommen. Doch die katastrophale Strasse entlang der Grenze hat ihre Spuren hinterlassen und bremst unsere Vorfreude gleich mit einem Plattfuss aus. Unser Start in Senegal... 

Endlich in der französischen Kolonialstadt Saint Louis angekommen, geniessen wir dann unser verdientes Bier und lassen den Reifen gleich noch für 13 € reparieren. 

 

In unserem heutigen Camp Zebrabar kommen Heimatgefühle auf, denn es wird von einer Schweizer Familie geführt, die bereits seit 22 Jahren in Senegal leben.
Zur Freude aller Rallye Teilnehmer können wir heute den Gasgrill und die Dosen im Auto lassen, denn es gibt ein leckeres senegalesisches Menü zum Abendessen. Nach ein paar Tagen in der sandigen Wüste ist das ein Traum!
 

 

 

Am nächsten Morgen erwartet uns eine interessante Fahrt durch Steppe und kleine Dörfer zum Ort Kaye Boubou. Die Wege sind kaum erkennbar und die Landschaft ist geprägt von vielen Sträuchern und den grossen Baobab Bäumen. Die engen, kurvigen Wege durch das Gestripp werden unserer Funkantenne zum Verhängnis. Plötzlich wird sie samt Kabel vom Auto abgerissen. Egal, das Funkgerät haben wir sowieso selten benutzt. :-)
 

 

 

 

 

Die Menschen leben abseits der Zivilisation und freuen sich riesig über unseren Besuch. Wir unterstützen sie mit einigen Spenden und geniessen den Anblick ihrer Lebensfreude.
In einem grösseren Dorf haben wir einen unserer Fussbälle abgegeben und die Einwohner sind ausgerastet vor Freude. Sie haben uns im Gegenzug sogar Wasser in einer Tasse angeboten. Wasser, von dem sie selber fast nichts haben. Sie sind sehr dankbar und herzlich.
 

Unser Camp liegt Mitten in einem Affenbrotbaum Wald. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen zwischen zwei Bäumen und geniessen die Ruhe.

Doch die ist nur von kurzer Dauer, denn ruck zuck hat sich in den umliegenden Dörfern herumgesprochen, dass wir unser Lager aufgeschlagen haben und dann sah der Platz so aus: 

 

 

Die Einheimischen sind von Auto zu Auto gegangen und haben um ein „Cadeau“ (Geschenk) gebeten. 

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