25.01.-27.01. 2018 Richtung Ziellinie nach Gambia

29.01.2018

 

Ab heute werden die Etappen kürzer und entspannter. Wir haben einen gemütlichen 270 km Weg von Kaye Boubou nach Wassadou vor uns.
Auf der Strecke durchqueren wir die grössere Stadt Tambacounda. Noch kurz ein Baguette am Strassenrand gekauft und alles scheint in Ordnung zu sein. Bis wir uns dem Zentrum nähern. Plötzlich liegt etwas brennendes und in der Nase beissendes in der Luft. Als wir dann ein Polizeifahrzeug sehen, wird uns klar, es ist Pfefferspray in der Luft. Irgendetwas stimmt hier nicht. Als wir wenig später auf die Hauptstrasse fahren, stehen wir vor einer Strassensperrung. Direkt vor uns finden Krawalle statt. Hier muss man sich das so vorstellen, dass die Gegner sich gegenseitig mit Steinen bewerfen, denn Waffen besitzt hier niemand. Die Polizei versucht mit Pfefferspray zu beruhigen und setzt dafür Gasgeschosse ein. Es scheint sich um einen politischen Aufstand zu handeln. Niemand darf die Strasse durchqueren. Für ein paar Kulis konnten wir aber durchfahren und uns den Umweg sparen. ;-) 

Das Camp ist idyllisch an einem Fluss gelegen und wir geniessen den Nachmittag mit einem kühlen Bier in der Sonne.  

 

 

Anschliessend gibt es eine erfrischende Campingdusche. 

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zur Grenze nach Gambia. Die Tour neigt sich dem Ende und man merkt auch so langsam, dass unsere Fahrzeuge viel durchmachen mussten. Bei unserem Kollegenteam spinnt die Elektronik, sodass permanent Scheibenreiniger auf die Heckscheibe läuft und der Heckscheibenwischer ununterbrochen läuft.

 

An der Grenze zu Gambia kann man sich gemütlich ein Mittagessen kochen und ein paar Stunden einplanen. Hier wird nach dem Sprichwort „Der Europäer erfand die Uhr und der Afrikaner die Zeit“ gearbeitet.

 

In der heissen Mittagssonne kann man schonmal die Gedanken verlieren. So ging es unserem Kollegenteam, als sie plötzlich alle drei vor ihrem verschlossenen Fahrzeug standen, weil sie den Schlüssel im Auto liegen gelassen haben :-)))) Nach verzweifeltem Fluchen hilft nur noch die Scheibe einzuschlagen. Kurz mit Klebeband geflickt und weiter geht’s. 

 

 

 


Hinter der Grenze nehmen wir die Fähre, um dem Gambia Fluss nördlich zu folgen und zu unserem Camp in Lamin Koto zu kommen. Die Fähre ist riesig...es passen genau unsere beiden Autos und eine Eselkutsche drauf.

 

 

Auf der anderen Seite angekommen werden wir gleich von Kindern umzingelt. In Gambia scheint die Bildung fortschrittlicher zu sein, denn sie sprechen Englisch und Französisch. Sie haben uns gebeten ihnen etwas zu Essen zu kaufen, weil sie Hunger haben. Gleichzeitig wollten sie sich mit uns über Facebook befreunden...Das passt irgendwie nicht zusammen.

Das Camp liegt idyllisch am Gambiafluss. Dazu gehört natürlich auch eine spezielle Übernachtung auf einem Boot. 

 

 

Unsere Kollegen Desert Pilots sind in der Zwischenzeit wieder am Flicken...die Bremsbacken haben sich quasi aufgelöst :-)

 

Ab jetzt gilt „wer bremst verliert“!

Mit typisch gambischen Abendessen aus Reis, Chicken und Erdnusssauce lassen wir den Abend ausklingen. Dazu ein Gin-Tonic zur natürlichen Malariaprophylaxe.

Am nächsten Morgen werden wir von Affengeschrei, einem krähenden Hahn und Touristen, die eine Tour mit unserem Boot gebucht haben, geweckt. Es gibt nichts schöneres am frühen Morgen. Also schnell das Zelt abbauen und los geht’s.

Unsere vorletzte Etappe von Janjanbureh nach Tendaba nehmen wir entspannt in Angriff.
Bei einem Stopp in einem Dorf, um die Bremsen unserer Kollegen zu flicken, werden wir zur Attraktion. Alle Kinder versammeln sich um uns, möchten mit uns spielen und freuen sich über Süssigkeiten.

 

 

 

 

 

 

Bis zur Fähre, die uns wieder auf die südliche Seite des Gambiaflusses bringt, ist der Tag entspannt. Doch mit der Fähre möchte gefühlt halb Gambia übersiedeln, sodass wir selbst mit „finanziellen Spenden“ nicht weit kommen. Nach 4 Stunden warten schaffen wir es dann endlich und überqueren den schmalen Fluss innerhalb weniger Minuten.
Solche Erlebnisse gehören eben dazu und das ist die Realität.

Am späten Nachmittag kommen wir endlich in unserem Camp an und feiern den letzten gemeinsamen Abend zusammen mit Team Desert Pilots und Team Baden.  

 

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